Im Dschungel der Nahrungsergänzungsmittel

Adaptogene, Kollagene, Fischöl, Multivitamine – wer sich heute mit

Nahrungsergänzungsmitteln auseinandersetzt, dem wird rasch schwindelig. Nicht etwa

wegen eines Mangels, vielmehr wegen der schieren Unendlichkeit des Angebots. Ein

Dschungel an Präparaten, die alle eines versprechen: ein frisches, faltenfreies Antlitz. Ich

bewege mich altermässig im tiefen Mittelalter, die ersten Falten sind da, also wäre es

ganz nett, würde dieser Altersprozess zumindest aufgehalten.

 

 

Deshalb lasse ich mich nicht von der Fülle an Möglichkeiten abschrecken, obschon ich mir

insgeheim die 1980er und die gute alte Vitamin-C-Brausetablette zurückwünsche, etwas

anderes gab’s damals nicht im Regal. Schliesslich will ich das, was alle wollen: Inner

Beauty. Gerade eine makellose Haut ist heute die Voraussetzung für Attraktivität. Da

kann man mit noch so einem gestählten Körper daherkommen, wenn die Haut nicht

strahlt, ist der Effekt dahin. Und noch etwas steht auf meiner To-Do-Liste: Weniger

Cremes und Seren und sonstige Wässerchen benutzen, für solch aufwändige

Pflegeroutinen ist das Leben zu kurz. Viel unkomplizierter und schneller geht’s, wenn

man etwas schluckt.

Und wer das richtige Präparat zum richtigen Zeitpunkt benutzt, dem kann das durchaus

gelingen mit dieser Schönheit, die von Innen kommt. Sagt zum Beispiel Jennifer Aniston,

die auf ein Kollagen-Pülverli schwört. Und damit einen weltweiten Hype ausgelöst hat.

Allerdings kann es bei ihrem formidablen Aussehen nicht nur am Kollagen liegen. Jeden

Tag Sport, ein wahnsinnig gesunder Ernährungsplan, nichts, das auf den Hüften landet

oder Pickel spriessen lässt. Literweise Wasser wahrscheinlich auch.

Oder bringt Kollagen am Ende doch was? Wohl eher nicht, lese ich unter srf.ch. Dort wird

eine Dermatologie-Ärztin des Unispitals Zürich zitiert: Es gäbe einfach noch nicht

genügend Studien zur Wirksamkeit von Kollagen-Ergänzungen auf die Haut.

Auch mein Hausarzt winkt ab, als ich ihn auf Kollagen anspreche. Und empfiehlt mir –

Achtung, Ironie-Alarm – Vitamin C. Es sei längst erwiesen, dass es zur Milderung von

Anzeichen der Hautalterung beitrage. Also doch wieder die gute alte Brausetablette? Der

Doc meint, ich könne durchaus auf ein Kombipräparat setzen. Biotin zum Beispiel sorge

im Winter dafür, dass die Haut nicht austrockne, Magnesium wiederum helfe

erwiesenermassen bei Hautproblemen wie grossen Poren und, gerade im Winter, bei

Rötungen. In erster Linie aber solle ich auf einen seriösen Anbieter setzen, der

nachweislich mit Spezialisten im Bereich Hautgesundheit zusammenarbeite.

Das klingt schön einfach.

your reBELLE

Rahel

 

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